Das „Wie“ ist im Moment nicht wichtig

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Manchmal braucht es eben solche Spiele wie gegen den HSV, um wieder in Tritt zu kommen. Wir müssen jetzt aber nichts schönreden, gut war das noch lange nicht. Aber das soll uns an dieser Stelle des Weges, der hoffentlich zu einem versöhnlichen Saisonende führt, doch erstmal egal sein.

Wichtig war, dass wir gestern den ersten Schritt gemacht haben.  Mehr war das nicht, da sind wir uns wohl einig. Wir haben das Ding am Ende über die Zeit gerettet, das war nicht souverän, das war nicht gut rausgespielt und das war vielleicht auch nicht verdient. Na und?
Wer tollen Fußball sehen will, der ist im Moment halt falsch bei uns. Hier gibt’s aktuell vor allem Kampf und Krampf. Das ist aber erstmal nicht schlimm, wenn wir so Schritt für Schritt aus der Krise kommen.

Bei aller Ehrlichkeit über das Zustandekommen des Siegs gegen den HSV muss man aber auch erwähnen, dass einige unserer Jungs ein gutes Spiel gemacht haben.

Da war natürlich Bernd Leno, der für uns die Partie quasi im Alleingang gewonnen hat. Der Junge hat in Villarreal bei beiden Gegentoren nicht gut ausgesehen und gestern gezeigt, was die richtige Antwort auf nen Nackenschlag ist. Und genauso brauchen wir ihn auch in den kommenden Spielen, denn da wird wohl einiges auf ihn zukommen. Besonders über die Außen sind wir hinten im Moment total anfällig. Vielleicht gibt es den Jungs ein Stück mehr Sicherheit, wenn sie wissen, dass da einer im Kasten steht, der auch mal nen Unhaltbaren pariert.
Ja, und natürlich gehört auch Marlon Frey in diese Aufzählung, der mir auf der Sechs richtig gut gefallen hat: Schön bissig in den Zweikämpfen, aber trotzdem mit nem guten Drang nach vorne – ein bisschen wie Castro. Hat sich meiner Meinung nach für weitere Aufgaben empfohlen und sollte seiner weltmeisterlichen Konkurrenz auf der Position vielleicht die nötigen Prozentpunkte mehr für eine ansteigende Formkurve entlocken.
Auch ein Julian Brandt muss ich hier erwähnen. Er musste nach den letzten Spielen ja ne Menge Kritik einstecken – völlig zurecht. Genauso aber muss man ihn nach dem Auftritt gegen den HSV loben. Er hat quasi das Eigentor provoziert und wirkte ansonsten auch viel präsenter als zuletzt. Jetzt soll er am Donnerstag aber bitte da anknüpfen und so weitermachen. Der Trainer scheint – wohl auch mangels Alternativen – auf ihn zu setzen. Vielleicht fängt er jetzt an, das Vertrauen zurückzuzahlen. Jedenfalls machen die Auftritte speziell dieser Jungs ein Stück weit Mut.
  „Wenn der Tank mit Selbstvertrauen vor dem Spiel komplett leer war, so dürfte nach dem Sieg gegen den HSV zumindest der eine oder andere Liter wieder hinzugekommen sein. Ob das für die große Europa-Tour am Donnerstag reicht, sei mal dahingestellt.“
Wichtig wird sein, wie die Jungs aus dem Fünkchen Hoffnung eine ganze Rakete zünden können, um das Wunder wahrzumachen. Wir Fans sollten schon mal die Stimmen ölen, denn ab 19:00 Uhr muss die Bude brennen.

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