Fünf Gründe, warum es bei Bayer wieder rund läuft

F

12 Jahre und 90 Tage mussten wir warten, um in der BayArena mal wieder einen Sieg im DFB-Pokal zu sehen. Waldhof Mannheim war der letzte Gegner, den unsere Mannschaft 2002 im Turnier vor eigenem Publikum schlagen konnte (2009 haben wir in Düsseldorf unter anderem gegen Bayern und Mainz gewonnen, Heimspiele waren das aber nicht). Mit viel Kraft und Kampf haben wir den Einzug ins Viertelfinale perfekt gemacht und setzen damit unsere kleine Erfolgsserie von drei Siegen fort. Auch wenn es an einigen Stellen noch nicht zu 100 Prozent läuft, ist doch ein klarer Aufwärtstrend erkennbar. Und der hat meiner Meinung nach fünf Gründe.

1. Hakan Calhanoglu
Es ist nicht schwer zu behaupten, dass er gegen Kaiserslautern mit seinem fantastischen Freistoßtor dem Spiel die entscheidende Richtung gegeben hat. Ich finde aber, dass Calhanoglu auch in den letzten Partien schon wichtige Akzente für Bayers Siege setzen konnte. Er hat auch gegen Atlético getroffen und uns somit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel geschaffen. Calhanoglu kommt immer besser in Form, das tut unserer Offensive merklich gut.
2. Taktische Ausrichtung
Wir haben in den letzten Spielen gezeigt, dass wir auch Verteidigung können. Das Dauer-Pressing vom Anfang der Saison setzen wir nur noch dann ein, wenn es Sinn macht. Gegen Atlético zum Beispiel haben wir sehr aggressiv begonnen, dann aber nach der Führung etwas Tempo rausgenommen und uns clever zurückgezogen. Das sah vor ein paar Wochen noch ganz anders aus. Da lief alles nach einem immer gleichen Schema ab, das uns so manchen Punkt gekostet hat.
3. Leistungsträger kommen in Form
Wenn ich von Calhanoglu spreche, muss ich auch einige andere nennen, die in den vergangenen Spielen besser geworden sind. Karim Bellarabi war auch gegen Kaiserslautern wieder der Aktivposten in unserer Offensive. Was der da vorne wirbelt, unglaublich! Ich hatte es im vergangenen Post schon mal angesprochen, aber auch Roberto Hilbert gefällt mir in den letzten Spielen besser. Er wirkt zwar hin und wieder immer noch unsicher beim Spielaufbau, macht seine Sache aber vor allem auch offensiv mittlerweile solide gut. Simon Rolfes hat nach seinem Tor gegen Freiburg auch gegen Kaiserslautern klasse gespielt. So will ich unseren Kapitän sehen!
4. Wir rotieren
Auch wenn Sebastian Boenisch im Pokal nicht sein bestes Spiel gemacht hat, fand ich es gut, dass Schmidt ihn aufgestellt hat. Wir haben keinen so großen Kader wie andere Vereine, die oben mitspielen, und wir sind noch in drei Wettbewerben dabei. Da brauchen die Spieler zwangsläufig mal eine Verschnaufpause, sonst brechen wir zum Ende der Saison ein. Donati, Brandt und eben Boenisch waren am Dienstagabend dran, in den kommenden Spielen werden sicher auch andere vermeintliche Ersatzspieler zum Zug kommen.
5. Selbstvertrauen
Ich glaube, das Spiel gegen Atlético könnte der Wendepunkt der Rückrunde gewesen sein. Nach den heftigen Rückschlägen gegen Wolfsburg und Augsburg war es genau das Spiel, das wir gebraucht haben. Wir glauben wieder an uns und bringen unsere Stärken auf den Platz. Genauso könnte ein Ausscheiden im Rückspiel für Ernüchterung sorgen. Wenn die Mannschaft aber so weiterspielt – abgeklärt, zweikampfstark und torgefährlich – mache ich mir da aber keine Sorgen.
Beitrag teilen

Jetzt kommentieren

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Zuletzt kommentiert

Häufig verwendet

Pillenliebe folgen