Gebt mir mehr davon!

Das 3:2 gegen Mainz hat sich in den ersten 30-40 Minuten angefühlt wie ne Darmreinigung, einfach peinlich und richtig scheiße gelaufen. Die zweite Halbzeit dagegen war wie ne wohltuende Ganzkörper-Massage für die geschundene Bayer-Seele, inklusive Happy Ending in der 92. Minute. Unterm Strich: ein geiler Nachmittag. Gebt mir mehr davon!


Gestern Nachmittag ging es für mich quasi vom Geburtsvorbereitungskurs mit meiner Frau direkt aufs Sofa vor die Glotze. Ich hatte die vier Stunden Crashkurs über Hüftstellungen, Dammschnitte und Atemtechniken mental noch nicht ganz verarbeitet, da bahnte sich das nächste Trauma an: die Abwehrleistungen der Werkself. Toprak, Dragovic und Wendell lieferten Slapstick vom Feinsten.

Spätestens beim 1:2 erinnerte ich mich gerne an die Worte der Hebamme aus dem Kurs: “Atmet den Schmerz weg, wenn ihr es nicht aushaltet.” Ne, mal im Ernst: Was bitte hat denn Dragovic da bei der Ecke gemacht? So unter dem Ball hergetaucht bin ich zuletzt an einem Sonntagmorgen in der Kreisliga A, als mein Promillegehalt noch höher war als meine Rückennummer (3).

Na gut, Schwamm drüber. Reden wir lieber  über die zweiten 45 Minuten. Da haben wir nämlich die Werkself gesehen, auf die wir die letzten Wochen gewartet haben: spielerisch dominant, mit gutem Passspiel und eiskalt vor dem Tor.

Klaus Schenkmann: “Ich könnte jetzt natürlich über die ersten 30 Minuten und die bekannten Defizite meckern – will ich aber nicht, weil ich mich tierisch über eins freue: Die Jungs haben gezeigt, dass sie wollen und haben am Ende mit viel Einsatz für die drei Punkte gekämpft!”                                                                           #einsatzzumspiel

Tut mir ein bisschen leid für “Danger”, aber ohne ihn haben Kieß und Chicharito das Ding vorne einfach gerockt. Ich würde mir wünschen, dass Schmidt in den nächsten Partien auch so aufstellt. Kieß zieht viele Gegner auf sich, was Räume für unseren Speedy-Gonzalez schafft. Und der macht die Dinger halt. Wahnsinn, der Typ!

Das darf’s jetzt aber noch nicht gewesen sein. So geil dieser Sieg war – Er muss der Anfang einer Serie sein, in der wir wieder Schritt für Schritt zurück zu unserer Stärke finden. Am Dienstag gegen Monaco, die übrigens Tabellenführer in Frankreich sind, werden wir ja sehen, ob das gewonnene Selbstvertrauen aus diesem Sieg für ne Trendwende reicht.

Beitrag teilen
Erhalte eine E-Mail, wenn ein neuer Beitrag veröffentlicht wird.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei