Pillenliebe meldet sich zurück

Zum Start der Rückrunde melde ich mich mit meinem Blog zurück. Hier poste ich jetzt wieder regelmäßig vor und nach Spielen von Bayer 04 über Aktuelles und Interessantes rund um die Werkself. Mit ein paar Fragen an Stadionsprecher Klaus Schenkmann geht’ s los.

Mehr als ein Monat ohne Bundesliga liegen hinter uns. Kribbelts schon wieder?
Absolut! Ich freue mich auf die Rückrunde, auf die BayArena, auf meine schwarz-roten Freunde und natürlich auch auf den Fußball unserer Werkself. Die haben mir schon in der Hinrunde jede Menge Spaß bereitet, und ich denke, dass wir eine interessante Rückrunde geboten bekommen. Dortmund zu Hause, dann bin ich in Berlin dabei  – ja muss losgehen!

Kannst du in so einer Pause komplett auf Fußball verzichten?
Also für eine gewisse Zeit gelingt mir das ganz gut. Ich gehöre jetzt nicht zu den Fußballfans, die sich Weihnachten die englische Liga anschauen und bei denen Hallenfußball im Kalender steht. Aber so langsam wird es wieder Zeit für Adrenalin und 11 Sätze zum Spiel!

Die Rückrunde startet für Bayer 04 direkt mit einem richtigen Spitzenspiel. Was erwartest du vom Samstagabend?
Kampf, Kampf, Kampf – und das sicher gepaart mit Tempo und Leidenschaft. Das kann bei der Konstellation gar nicht anders sein. Dortmund muss in der aktuellen Situation punkten und alles geben und unsere Jungs wissen um einen erfolgreichen Start in die Rückrunde. Ich rechne mit einem Fußballfest!

Im Hinspiel traf Bellarabi nach neun Sekunden zum schnellsten Tor der Bundesliga-Geschichte. Welchen Rekord würdest du gerne am Samstag sehen?
Rekorde sind vor allem Futter für die Schlagzeilen der Medien. Ich habe nichts dagegen, wenn wir Spiele gewinnen, ohne dass es danach einen Eintrag ins Guiness-Buch gibt. Natürlich sind Rekordtore, wie Karims 9-Sekunden-Schuss in Dortmund, sensationell. Wenn du am Ende aber nicht gewinnst, hat der Rekord auch keinen großen Wert.

Wie sieht bei einem Heimspiel ein typischer Arbeitstag für dich aus?
Normalerweise beginnt der der Tag für Pitti (Petra Dahl) und mich mit der Regiebesprechung, drei Stunden vor Anpfiff. Meistens beginnt 45 Minuten nach Abpfiff der „Fantalk in der Schwadbud“. Oft bleibe ich danach noch eine halbe Stunde in unserer Fahneneide und rede mit unseren Fans. An einem Samstagsspieltag mit Anpfiff 15.30 Uhr bin ich also von halb zwölf bis abends um halb acht unterwegs.

Wie bereitest du dich darauf vor?
Der Spieltag beginnt für uns schon in der Woche vor dem Heimspiel. Erste Informationen werden gesammelt und Beiträge gesichtet. Am Tag vor dem Spiel telefoniere ich mit Pitti und wir gehen den Regieplan durch, besprechen die Aufteilung der Moderationen. Wenn es außergewöhnliche Gäste oder Aktionen gibt, dann wird natürlich auch intensiv recherchiert.

Wie lange brauchst du, um nach einem Spiel wieder runterzukommen?
Nach einem eher unbefriedigenden Spiel versuche ich das immer sehr schnell. Ich habe keine Lust, schlechte Laune mit nach Hause zu nehmen, also heißt es für mich: Fahre ich am Bayer-Kreuz vorbei, bin ich wieder gut drauf! Na ja, klappt nicht immer. Euphorie hält bei mir natürlich deutlich länger an, gerne auch ein paar Tage! Und da ich mich nach den Spielen ja immer auch um die 11 Sätze für meinen Blog kümmere, bin ich natürlich eine Zeit lang gedanklich mit dem Spieltag beschäftigt.

Du arbeitest seit Jahren mit Petra Dahl zusammen. Wer von euch beiden hat denn eigentlich mehr Ahnung von Fußball?
Da stellt sich natürlich immer die Frage, was mit „Ahnung“ gemeint ist. Wir sind sicher lange genug dabei, um Leistungen von Mannschaft und Spielern bewerten zu können. Pitti hat bei ihren Tipps in der Regel immer ein wenig die Nase vorn.

Ich muss am Samstag das Spiel im TV schauen. Ich weiß jetzt schon, dass ich mich über die Kommentatoren ärgern werde, weil sie gewöhnlich vor allem die BVB-Fans für ihre Stimmung loben. Kommen die Leverkusener Fans deiner Meinung nach oft zu schlecht weg bei der Berichterstattung?
Es geht mir dabei nicht nur um unsere Fans, sondern immer wieder um die gesamte Betrachtung unseres Clubs, der Stadt und des Umfeldes. Diese Vergleiche mit Millionenstädten nerven und sie sind auch nicht gerechtfertigt. Jeder Verein hat seine Fans, die mit Leidenschaft und Engagement und Herz dabei sind in Leverkusen, wie auch in den anderen Vereinen. Auf Meinungen der Medien – egal ob TV oder Print – gebe ich nichts, da habe ich einfach zu viel Unsinn – und auch immer wieder nicht recherchierte falsche Behauptungen – gehört und gelesen. Aber ich diskutiere gerne mit jedem über das Thema „Fan der Werkself“ – emotional, aber sachlich!

Zum Schluss: Was tippst du?
Irgendwo zwischen 1-0 und 4-3, aber auf jeden Fall drei Punkte für schwarz-rot!

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