Lasst endlich diese Weichspülerei!

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Als Fan hat man den Vorteil, dass man geradeheraus sagen kann, was man denkt. Als Vereinsoffizieller ist das manchmal so eine Sache mit der öffentlichen Meinungsäußerung. Aber diese ewige Weichspülerei, die man auch nach dem Spiel gegen Schalke wieder zu hören bekommen hat, nervt nicht nur tierisch und bestätigt ein Image – sie ist für jeden Fan ein Schlag ins Gesicht!

Ok, ich stecke da nicht drin. Ich weiß nicht, ob ein Rudi Völler intern die Spieler mal rund macht. Ich kann auch diese ewige Diskussion um die Wohlfühloase Bayer eigentlich nicht mehr hören. Ich sehe nur, wie unser Sportdirektor und Gesicht des Clubs Hände von Moderatorinnen tätschelt und noch gereizter auf jegliche Kritik reagiert als ohnehin schon. Und das ist es nun mal, was ich als Fan von meinem Verein wahrnehme. Wie gesagt: Ich kann nur beurteilen, was ich sehe: Das sind Spieler, die ein anspruchsvolles System derzeit nicht konstant umsetzen können und Vereins-Offizielle, die es in ihrem Bereich auch nicht besser machen. Diese Mischung ergibt im Moment einen Bayer, der in der Außendarstellung eine Komplett-Katastrophe ist und sich nach sportlichen Enttäuschungen von Ausrede zu Ausrede quält.

Daraus bilde ich mir mein Urteil und sehe die sportliche Situation entweder entspannt, weil ich den Verantwortlichen vertraue und ihnen einen Kurswechsel zutraue oder mache mir Sorgen, weil wir vielleicht mit Volldampf ein hoffnungsvolles Projekt mal wieder vor die Wand fahren könnten.

Ich würde mir wünschen, dass unser Geschäftsführer mal eine klare Richtung vorgibt. Unser Trainer hat sich auch nach dem 1:1 gegen Schalke wieder vor die Spieler gestellt, das soll auch nicht anders sein. Wenn wir aber vor dem Tor mal wieder nichts auf die Reihe bekommen haben und nur durch ein dämliches Eigentor der Schalker nen Punkt mitnehmen, dann kann man das auch mal so sagen. Da interessiert mich eine „schwierige Spielgeschichte“ nen feuchten Furz. Und Rudi ist mit dem Herzen dabei, das merkt man.

Nur sollten die Verantwortlichen nicht vergessen, dass wir Fans nicht jeden Tag beim Training sind. Wir sehen nicht, was in der Kabine besprochen wird. Wir erleben die Mannschaft maximal zweimal pro Woche 90 Minuten und hören einige Statements danach. Und das macht uns im Moment nicht Mut, dass es besser werden könnte. Lasst uns doch mal wissen, dass euch das alles genauso gegen den Strich geht und nehmt uns mit. Das würde vieles leichter machen!

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2 Kommentare

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  • Die Spielweise des "strukturierten Chaos" funktioniert leider nicht. Die Balleroberung als Grundlage ist noch recht gut zu erkennen und wird von den Spielern sehr gut umgesetzt. Das Umschalten in eine strukturierte Vorwärtsbewegung ist jedoch mangelhaft oder für mich nicht erkennbar. Es kommt nicht in eine Gestaltungsphase die eine kontrollierten Abschluß zur Folge hat. Hinzu kommt das ein Ballverlust in der Übergangsphase von Ballgewinn zu Angriffsspiel regemäßig zu großen Lücken im Abwehrverband geführt hat und zu Gegentoren. Das der Trainer sich nun hinstellt und für sich in Anspruch nimmt das ultimative Spielsystem gefunden zu haben und sich keine andere Spielweise vorstellen kann hat mich erschüttert. Ich kann verstehen, dass man an sein Spielsystem glauben muss, aber man muss auch der Möglichkeit sehen dazu zu lernen. Das sehe ich hier nicht.

  • Schmidt möchte seine Vorstellung von Fußball durchbringen, deswegen hat man ihn auch geholt. Er steht für diese Art, Fußball spielen zu lassen. Wenn man jetzt sagt “Ach komm, wir vergessen wieder das Offensive Pressing und spielen wie unter Hyypiä“, dann meckern wir doch auch alle. Aktuell läufts nicht, solche Phasen gibt's. Sicher hat auch Schmidt da seine Aktien dran, aber wenn man nicht mal gemeinsam durch solche Tiefs geht und Mannschaft sowie Trainer Zeit gibt, sich zu entwickeln, dann hangeln wir uns von Trainerentlassung zu Trainerentlassung auf der Suche nach dem perfekten System und kommen keinen Schritt weiter.

Von Pillenliebe

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