Saisonendspurt: Auf diese 3 Dinge kommt es für Bayer 04 jetzt an!

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Wer rasiert, verliert! Das glauben zumindest die NHL-Profis, die während der Playoffs die Bartpflege ausfallen lassen. Den Anblick eines Mitchell Weiser mit Vollbart fände ich persönlich etwas irritierend.

Gegen Frankfurt, Schalke und Berlin werden ohnehin andere Dinge wichtig sein, um die durchwachsene Saison doch noch mit der Qualifikation für die Europa League oder sogar für die Königsklasse zu beenden. Es ist Crunchtime in der Bundesliga – und auf die drei Dinge kommt es jetzt an!

#1 nerven behalten

Die Nerven behalten. Na, wenn es sonst nichts ist. Es gibt wohl kaum eine Fähigkeit, die wir Leverkusener weniger beherrschen. Ich könnte mir stattdessen auch wünschen, dass ich in Größe L des neuen schönen – aber sehr engen – Sondertrikots passe. Wird aber nie passieren!

Das mit den Nerven behalten ist da schon realistischer. Immerhin haben wir beim 4:1 in Augsburg gezeigt, wie es geht. Das macht mir Hoffnung auf einen nervenstarken Saisonendspurt. Besonders im direkten Duell mit Frankfurt am Sonntag wird es wichtig sein, Ruhe und Selbstvertrauen auszustrahlen. Die Eintracht lebt von ihrem aggressiven und emotionalem Spiel. Besonders Abraham in der Abwehr steht häufig nur auf dem Platz, um den Gegner zu provozieren. Ich hoffe, dass einer wie Alario sich davon nicht anstecken lässt und die Nerven behält.

ein sieg ist pflicht für die königsklasse

Wir brauchen jeden Mann gegen Frankfurt – und für die letzten drei Spiele. Wenn wir noch eine Chance auf die Champions League haben möchten, müssen wir aber zunächst mal am Sonntag gewinnen. Ein paar Eier aus Stahl schaden gegen die bockstarken Frankfurter da sicher nicht.

#2 Fans mitnehmen

Die Nordkurve12 hat traditionell zu Finally Red aufgerufen, mit dem sie dieses Mal an die Aufstiegssaison 1979 erinnert. Vielleicht zieren ja die Gesichter von Brandt, Havertz und Volland die T-Shirt unserer Kids in 40 Jahren. Titel: „Oh wie schön ist Krasnodar. Danke, aber wir waren erst kürzlich da!“

In den roten T-Shirts sollten dann am Sonntag am besten um die 28.000 (abzüglich der Frankfurter) singeslustige und leidenschaftliche Bayer-Fans stecken. Die Eintracht-Fans werden Lärm machen – und wir müssen dagegen halten. Das ist ein Heimspiel, im dem es um die Champions-League-Qualifikation geht. Heißt: Dem Chef jetzt schon Bescheid geben, dass am Montag aufgrund akuter Heiserkeit das Mitarbeitergespräch leider ausfallen muss.

Fans & Mannschaft gemeinsam heiß machen vor dem spiel

Und ein Appell, der sich an die Mannschaft richtet: Ich würde es mir sehr wünschen, wenn ihr nach dem Aufwärmen noch einmal zu uns in die Kurve kommt, um euch und uns noch einmal zu pushen. Ich habe jetzt schon von mehreren gehört, dass ihnen das sehr fehlt. Lasst uns 90 Minuten lang gemeinsam Gas geben – das beginnt beim gemeinsam Warm-up für euch und für uns!

#3 serie starten

Kehren wir zurück auf den Platz. Denn wenn man sich die Tabelle anschaut, ist klar: Ein Sieg gegen Frankfurt ist wichtig – aber erst die Voraussetzung für einen Endspurt mit königlichem Happy End. Wir brauchen am besten drei Siege. Nun bescheinigen uns einige mit Frankfurt (H), Schalke (H) und Berlin (A) ein leichtes Restprogramm. Das möchte ich mal stark in Frage stellen.

  • Restprogramm Frankfurt: Leverkusen (A), Mainz (H), München (A)
  • Restprogramm M’Gladbach: Hoffenheim (H), Nürnberg (A), Dortmund (H)
  • Restprogramm Hoffenheim: M’Gladbach (A), Bremen (H), Mainz (A)
  • Restprogramm VfL Wolfsburg: Nürnberg (H), Stuttgart (A), Augsburg (H)

Eine Bilanz mit sieben Punkten aus den drei Spielen würde ich sofort unterschreiben. In der vergangenen Saison haben uns am Ende vier Tore von einem CL-Quali Platz getrennt. In dieser Saison wird das Torverhältnis wohl nicht über Königsklasse oder Europa League entscheiden. Dafür haben Frankfurt mit +-23 und Hoffenheim +-21 einfach die viel besseren Ausgangspositionen als Leverkusen mit +-8. Es zählen also nur Siege.

Das saisonfinale 2017 immer noch in erinnerung

Es hat sicher schon aussichtsreichere Positionen für einen Saisonendspurt gegeben. Vielleicht braucht es am Ende wirklich ein kleines Wunder, damit wir doch noch in die Champions League kommen. Aber warum eigentlich nicht?

Wenn wir in Form von Finally Red schon an erinnerungswürdige Saison-Abschlüsse denken, dann krame ich mir gerne die Erinnerungen an einen Samstagnachmittag vor zwei Jahren hervor, an dem ich mit Tränen in den Augen (von den Bengalos um mich herum natürlich) am Stadioneck stand und einen Bus angebrüllt habe. Mit meinem Vater neben mir und einer Menge Gänsehaut auf den Armen. Damals ging’s nicht um Königsklasse oder Europa League, sondern um den Klassenerhalt gegen den FC.

Und es war trotzdem verdammt geil!

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